In diesem Jahr standen in Thüringen 1268 weniger freie Ausbildungsplätze für Schulabgänger zur Verfügung, eine Folge der anhaltend schlechten Konjunktur der letzten Jahre und der Unsicherheit auf dem Weltmarkt. Die Betriebe zögern bei Einstellungen und monieren das Fehlen geeigneter Auszubildender. Gleichzeitig wuchs die Zahl ausländischer Bewerber um 173 auf 1131.

Dazu äußert sich Pascal Wloch, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, wie folgt:

»Der Freistaat ignoriert wieder einmal die Notwendigkeit, für junge deutsche Schulabgänger Berufsperspektiven zu schaffen. Gerade in Zeiten schlechter Konjunktur sollte Thüringen den eigenen Nachwuchs für den Arbeitsmarkt fit machen. Eigene Bewerber durch ausländische Azubis zu ersetzen, ist eine Kapitulation vor der wirtschaftlichen Realität und Ausweis einer bildungspolitischen Katastrophe!«

Elisabeth Mengel-Stähle, Sprecherin der AfD-Fraktion für berufliche Bildung, fügt hinzu:

»Statt sich an den Bedürfnissen der Ausbildungsbetriebe zu orientieren, setzt Minister Tischner eine verpflichtende „Verfassungsviertelstunde“ auf den Lehrplan. Was Thüringer Schüler brauchen, ist aber eine praxisbezogene Ausbildung und keine ideologische Belehrung.«